Fundamente Unterfangung, Technik

Fundamente Unterfangung, Technik. Von Unterfangung der Fundamente reden wir Bau-Fachleute, wenn an einem bestehenden Bauwerk aus statischen oder Bau-physikalischen Gesichtspunkten dies erforderlich ist.

So kann es zum Beispiel sein, das Sie eine alte Scheune zu einem Wohnhaus umfunktionieren wollen, deren Fundamente so marode sind, dass es keinen Sinn mehr macht eine nachträgliche Sperre gegen Feuchtigkeit einzubringen. Oder das ein bestehendes Bauwerk aufgestockt werden soll und die Tragfähigkeit vom vorhandenen Fundament nicht ausreicht. Dann heißt es eine gute Baufirma zu beauftragen, die die technischen Regeln bei der Fundamente-Unterfangung einzuhalten weiß.

Unterfangung, technische Regeln

Zu meiner Zeit der bautechnischen Ausbildung lernten wir in der Technikerschule, auf was man bei der Unterfangung der Fundamente besonders achten soll, damit am Bauwerk keine Setzrisse entstehen können.

Manchmal braucht man an einem Gebäude andere Fundamente als die vorhandenen, dann heißt es, dass man, sich einen sogenannten Arbeitsraum schaffen muss. Man beginnt das vorhandene Fundament, dass saniert werden soll frei zu legen. Das machen wir, indem wir uns sogenannte Lose frei machen. Nicht zu breit, damit das bestehende Gebäude nicht nachgeben kann. Der seitliche Erddruck ist da vielleicht das letzte stabilisierende, an dem Gebäude.

So darf bei uns ein Fundament maximal jeweils etwa mit einer Länge von einem Meter auf einmal unterfangen werden. Oft sind an solchen Gebäuden die Kellerwände völlig durchnässt oder aus anderen Gründen nicht mehr tragfähig. Dann ersetzt man dieses gleich mit. Für die Kelleraußenwände gibt es spezielle Steine, die besonders Druckfest sind. Auch die Länge der Wand über dem Fundament darf man nur einen Meter frei legen.

Dann kann man sich das erste Stück vom neuen Streifenfundament betonieren. Je nach Erfordernissen mit oder ohne Schalung. Fragen Sie Ihren Statiker, wie viel Baustahl, Sie in das neue Fundament mit einbauen sollen.

Tipp für Bauherren: Wenn Sie eine Baufirma für die Unterfangung Ihrer Fundamente beauftragen, dann würde ich mir ein ein paar Stellen am zu sanierenden Gebäude sogenannte Gipsmarken anbringen und fotografieren. Dazu am besten noch einen Zollstock mit auf das Foto mit der Gipsmarke. Dann können Sie eventuell später beweißen, ob Ihr Haus sich bei oder nach den Ausführungen der Arbeiten gesetzt hat.

Das Mauerwerk über den Fundamente

Beim neuen Mauerwerk über den neuen Fundamenten sollten Sie keinesfalls eine waagrechte Absperrung gegen Feuchtigkeit vergessen einzulegen. Das machen die Maurer normalerweise bei der ersten und dritten Schicht Steine. Und wenn Sie die letzte Schicht Steine unter der vorhandenen Stahlbetondecke, dem Stahlträger oder einem Holzbalken, dann müssen Sie die Mauerfuge kraftschlüssig erstellen. Das heißt, die Maurer nehmen dann eine Fugenkelle, die in der Regel etwa einen Zentimeter breit ist und mörteln die letzte Fuge richtig aus, damit keine Hohlräume frei bleiben. Am besten nimmt man dazu einen reinen Zementmörtel. Da gibt es bei uns Fachleute vom Bau, wieder eine neue DIN, die besagt, welche Eigenschaften der Mörtel haben muss, wie zum Beispiel die Mörtelgruppe III usw. Das gehört aber eigentlich in die Kategorie, Wände oder Mauern. Wenn Ihr zu sanierendes Gebäude gegen drückendes Wasser stand halten soll, dann wäre es sinnvoll die Kelleraußenwände nicht zu mauern. Ansonsten kann man auch gemauerte Wände gegen seitliche Feuchtigkeit absperren. Wie man das macht erfahren Sie bei den Wänden.