Fundamente aus Beton

Fundamente, auf was man beim Herstellen achten muss. Wie man Fundamente berechnet, schalt. Vorschriften beim unterfangen von Fundamente. Der Baufachmann zeigt Ihnen wie man wirtschaftlich das Haus bauen kann. Generell gilt Beton härtet erst nach 28 Tagen vollständig aus und hat dann seine volle Belastbarkeit. Bewehrter Beton hat eine Rohdichte von 2,8.

Streifenfundamente

Fundamente Begriffe und Allgemeines

Bevor man mit den Fundamenten beginnen kann, müssen die erst einmal berechnet werden. Dazu muss der Baugrund bestimmt werden. Bei Bauvorhaben der öffentlichen Hand (Behörden, Gemeinden, Städte, Bund), werden vor dem Bau Baugrunduntersuchungen hinsichtlich der Bodenart und deren Belastbarkeit geprüft.

Wir Praktiker gehen da beim privaten Hausbau etwas anders vor und sparen uns so die Kosten für die Ermittlungen der zulässigen Bodenpressungen. Wir Fachleute vom Bau, können anhand von Erfahrungswerten des jeweiligen Baugebietes aus Tabellen ablesen welche Bodenart und zulässige Bodenpressungen zu erwarten sind.

Kommt es beim Baugrubenaushub doch mal vor, dass man einen anderen nicht so belastbaren Baugrund vor findet, kann man immer noch die Größe der Fundamente ändern. Die wichtigste Regel für den bau der Fundamente ist die frostsichere Gründung. Das heißt, dass in unserem Breitengrad die Fundamente 80 cm unter dem Gelände mit der Gründungssohle liegen müssen.

Fundamente Standsicherheit: Fundamente müssen so dimensioniert werden, das sich das Haus später nicht setzen kann. Es muss ein tragfähiger Baugrund vorliegen, der in der Gründungssohle von dem Fundament den höchsten Grundwasserspiegel aufweist. In der Regel erfährt man von der Baubehörde, um welchen Baugrund es sich bei Ihrem Bauvorhaben handelt. Und ob man mit Grundwasser oder drückendem Wasser zu rechnen hat.

Weiterhin kommt es darauf an ob es sich um Einzelfundamente oder Streifenfundamente handelt. Ob mit Setzungen zu rechnen sind und wie hoch das Gewicht des geplanten Bauwerks ist. Beim Brückenbau braucht man anders dimensionierte Fundamente als beim Wohnhaus.

Fundamente Berechnungen

Wie die Fundamente fachgerecht an der Baustelle in der Form aussehen, das hängt davon ab mit welcher Last man rechnet. Im Allgemeinen gilt: Je höher die Lastannahme desto höher muss auch ein Fundament sein. Ein Statiker hat dafür eine ganz spezielle Formel parat, wo er die Größe der Fundamente ausrechnen kann.

Einzelfundament

Belastungen von Fundamente. Bei uns am Bau gibt es eine DIN 1054, die die Belastungen vom Baugrund regelt. Die Statiker berechnen ob die Bodenpressungen Sigma zulässig nicht überschreiten. Dazu machen die Statiker eine Lastannahme, das heißt sie berechnen wie breit ein Fundament sein muss, bei einer Gewissen Belastung des Baugrund.

Wichtig! Es muss noch der rechnerische Nachweis der Bodenpressung geführt werden, wenn man Fundamente nach den technischen Regeln und Vorschriften machen will.

Bodenarten für Fundamente

Wenn Sie vor Ort selbst einmal prüfen wollen, um welchen Baugrund es sich bei Ihrem Bauvorhaben handelt, macht man das mit den Händen. Da lässt sich der Baugrund ganz einfach bestimmen. Nehmen Sie etwas Erde in eine Hand und schließen Sie die Faust. Drückt sich beim zusammenpressen des Bodens in Ihrer Hand, Erde durch Ihre Finger, dann haben Sie einen weichen Baugrund, der nicht so hoch belastbar ist wie der bindige Baugrund. Beim bindigen (harten) Baugrund merkt man, dass der Boden ausgetrocknet ist und in der Hand zerbricht. Vom halbfesten Baugrund redet der Statiker, wenn man den Boden noch kneten kann. Von diesen Faktoren hängt es in erster Linie davon ab, wie ein Fundament bemessen sein muss.

Fundamente Anforderungen und Beton

Je nachdem für welches Fundament wir einen Beton brauchen, danach richten wir uns nach der Druckfestigkeit. Wir unterscheiden Beton in diesen Klassen, B5, B10, B15, B25, B35, usw. das heißt dann beim Statiker: Beton mit einer Druckfestigkeit beim B5 von 50 Newton je Quadratmillimeter usw. Wir sprechen beim Beton B5 von Magerbeton, den wir am Bau meist nur zur Sauberkeitsschicht unter den Fundamenten einbauen. Das heißt wir betonieren unter den Fundamenten auf die Gründungssohle eine Schicht Beton, die etwa 3 - 5 cm dick ist. Das machen wir Männer vom Bau, damit die Bewehrung nicht mit der Erde in Berührung kommt. Nur mit einer ausreichenden Betondeckung kann der Baustahl die Zugspannungen, die in einem Fundament auftreten können aufnehmen. Wenn Sie von uns ein Haus gebaut oder irgend eine andere Bauleistung wollen, können wir das gerne gegen Rechnung machen.

Magerbeton Herstellung

Da reicht diese Seite nicht aus, wenn man da auf die einzelnen Aspekte für die Herstellung von Magerbeton aufzeigen will. Da kann man auch was falsch machen. Die Zuschlagstoffe beim Magerbeton, das kann man preislich gesehen vernachlässigen, wenn man den Magerbeton für sich selbst mischt. Aber in den Betonwerken, da muss man das exakt machen damit man auch wirklich einen Magerbeton bekommt und das die Wirtschaftlichkeit gewährleistet ist. Da gibt es spezielle Formeln, wie man den Magerbeton herstellen muss. Die DIN-Norm, die gibt uns das vor.

Fundamente als Flächengründung

Von einer Flächengründung reden wir, wenn man auf die Einzelfundamente und die Streifenfundamente völlig verzichten wollen. Der Vorteil einer Flächengründung liegt dabei darin, dass sich das Gebäude später gleichmäßiger Setzt, wenn ein weicher Baugrund vor liegt. Der Nachteil, man braucht mehr Beton, weil die Platte dicker bemessen werden muss. Dafür kann eine Bodenplatte besser die Momente, die bei großen Belastungen auftreten können aufnehmen. Die Momente müssen bei uns Bautechnikern in der Summe immer = 0 ergeben. Sonst stimmt die statische Berechnung von dem Fundament nicht. Heute werden von Baufirmen oft Fehler gemacht, weil sie die Wichtigkeit der richtigen Gründung von Gebäuden nicht ganz ernst nehmen. Da wird der Baugrund auf der Fundamentsohle einfach nicht richtig untersucht.

Bei Firmen aus Osteuropa, würde ich besonders darauf acht geben, dass die in der Fundamentsohle nicht mit dem Bobcat oder einem anderen Baufahrzeug rum fahren. Der Baugrund soll nicht durchwässert werden, das heißt es soll zügig gearbeitet werden, damit nicht unnötiger Regen, die Bausohle verschlammt. Ich bin der Meinung, dass eine deutsche Baufirma nicht unbedingt teurer ist, als eine Firma aus dem Osten. Man muss auch die Kosten für eventuelle spätere Bauschäden mit einkalkulieren.

Wichtig! Wenn Sie ein neues Haus bauen wollen, müssen Sie für die Baubehörde einen Nachweis der Standsicherheit erbringen. Das heißt man braucht auf jeden Fall einen Statiker, der dafür mit seiner Unterschrift gerade steht. Beim Bauantrag reicht es der jeweiligen Baubehörde normalerweise, wenn man die Statik für die Bemessung der Fundamente nachreicht. So kenne ich das aus den Planungsbüros in Rheinland-Pfalz.

Unterfangung der Fundamente

Auf was man achten muss, wenn man mit einer Unterfangung Fundamente betonieren will.

Fundamente beim Ferienhaus

Grundsätzlich gilt: Fundamente in Deutschland müssen mindestens 80cm tief sein, wenn Ihr Ferienhaus keinen Keller haben soll. Mit Keller, da reicht eine Bodenplatte (30cm dick) völlig aus, um die wenige Last, von einem Ferienhaus mit einer Grundfläche von 30qm, aufzunehmen. Baustahlgewebe und Stabstahl, das muss in die Bodenplatte und auch in die Fundamente mit rein. Das muss aber ein Statiker berechnen. Die Berechnung brauchen Sie für die Baugenehmigung. Das ist wichtig!

Bei mir als Fachmann, da weiß ich schon aus der Erinnerung heraus, welcher Baustahl da ins Fundament rein muss. Wenn man das ohne einen Statiker machen müsste, dann würde man einfach in die Bodenplatte unten nach der Sauberkeitsschicht ein Baustahlmatte einlegen die Abstandhalter rein und dann die obere Lage Baustahlmatten. Unten kann man sich zusätzlich noch ein paar Stabstähle mit rein legen, wenn man sich nicht ganz so sicher ist. Aber wie schon gesagt, man muss das statisch berechnen können und mit den Stahllisten den Bemessungstafeln im Stahlbetonbau dimensionieren. So geht das. Das ist dann aber schon tiefe Bautechnik. Wie man das macht, das zeige ich Ihnen natürlich auch sehr gerne. Zum Abschluss wir nochmals extra darauf hin gewiesen, dass das Fundament berechnet werden muss! Die Größe von dem Fundament hängt nämlich von der zulässigen Bodenpressung, Sigma zulässig ab. Aus dem Sigma zulässig leiten wir Techniker einfach die erforderliche Fläche von unserem Fundament ab. Aus der Fläche von dem Fundament errechnet sich dann die erforderliche Höhe, wenn man nicht frostfrei gründen muss. Bei Fundamenten, die zum Beispiel im Industriebau von uns manchmal gemacht werden müssen, da kann wegen den hohen Lasten auch schon mal eine Höhe weit über 80 cm für das Fundament errechenbar sein. Das kommt daher, weil die Lastabtragung im Fundament unter einem Winkel von 60 Grad auf die Fundamentfläche erfolgen muss. Zu berücksichtigen ist dabei auch das Fundament-Eigengewicht. Am besten wird es sein ich mache Ihnen hier mal eine Beispiel Berechnung der Fundamente auf.

Die Antwort darauf ab wann ist ein Fundament belastbar ist, die schreibe ich in den Kommentar, den aber nur angemeldete Nutzer meiner Seite lesen können. Wann der Beton bei der Gründung belastbar ist, das können Sie bereits in einem Kommentar von mir ganz unten nachlesen, aber wie gesagt nur wenn man auf meiner Seite registriert und angemeldet ist. Und unerwünschte Werbung bekommen Sie von meinen Seiten garantiert nicht!

Fundamente Unterfangung

Kommentare

Ab wann das Fundament belastbar ist, hängt von einigen Faktoren ab. Und zwar um was für eine Art von Last es sich dabei handelt. Da gebe ich Ihnen mal ein paar Beispiele, wie ich das machen würde.

Grundsätzlich gilt: Beton erreicht seine endgültige Festigkeit nach 28 Tagen. Natürlich können wir Männer am Bau da nicht 28 Tage warten, bis das Betonfundament völlig ausgehärtet und somit die größte Belastbarkeit aufweist, das wäre unwirtschaftlich.

In der Baupraxis läuft das folgender Maßen ab, wenn wir ein Haus bauen wollen. Wir heben die Fundamente am Baugrund für das betonieren der Bodenplatte aus. Die Bodenplatte und die Fundamente werden in einem Guss betoniert. Die Bodenplatte muss natürlich abgestellt werden, was heißen soll, an den Seiten eingeschalt.

Dann kommt es darauf an, wie wir unser Haus weiter bauen wollen. Will man die Kellerwände aus Beton oder aus Mauerwerk machen?

Bei uns ist das oft so: Meist legen wir den Tag wo wir die Bodenplatte und die Fundamente im Keller betonieren auf einen Freitag. So hat der Beton über das Wochenende Zeit an der Oberfläche auszuhärten. Wir machen dann eine Begehprobe, wenn der Zementschleim an der Oberfläche der Bodenplatte noch rutschig ist, dann warten wir noch einen Tag bis man eben nicht mehr wegrutschen kann oder man begeht die Bodenplatte eben vorsichtiger, wenn man sonst keine Baustelle hat, wo man die Arbeiter hin schicken kann. Heutzutage ist es möglich dem Beton einen chemischen Zusatzstoff zu bei-zugeben sodass die Bodenplatte schon am nächsten Tag begehbar ist und somit sofort weiter gebaut werden kann was wir oftmals so machen.

Die Last, die dabei auf die Fundamente wirkt ist gering. Und bis Sie die Decke über den Keller betonieren, da sind dann schon mindestens 14 Tage vergangen. 14 Tage brauchen die Profis am Bau. Ok, vielleicht auch nur eine Woche pro Geschoß.

Beim Bau einer Garage, das gleiche Prinzip, da warte ich keine 28 Tage bis ich mit den Wänden beginne zu mauern, das ist Baupraxis.

Will ich auf meinem Fundament eine Stahlstütze verankern, zum Beispiel mittels einer Stahlplatte unter der Stütze, damit die nicht durchstanzen kann, die man mit Dübel und Schrauben fixiert und schnell hoch belasten will, dann würde ich lieber 3 Wochen warten, bis ich diese Arbeiten an den Fundamenten ausführe. Kommt aber immer darauf an, ab wann mit der höchsten Belastung am Fundament zu rechnen ist. Wenn Sie noch weitere Fragen zu den Fundamenten haben, dann dürfen Sie die als angemeldeter Leser auf meiner Seite zum Thema Hausbau gerne unten im Kommentar auf dieser Seite stellen. Werde die dann so schnell wie möglich beantworten. Vielleicht nehmen auch noch weitere Leser, Baufachleute, Statiker oder Betonbauer an den Diskussionen teil.