Erdarbeiten, Haus Bauen

Erdarbeiten an einem Massivhaus angefangen vom Mutterboden über den Erdaushub der Baugrube bis hin zum Einmessen der Baustelle und dem ausschachten der Fundamente. Wie man das macht, erklärt vom Baufachmann. Wer Erdarbeiten ausführt oder ausführen lässt der macht nachher vielleicht auch Pflasterarbeiten. In einem modernen (wirtschaftlichem) Bauunternehmen das ausschließlich Rohbauten erstellt werden die Erdarbeiten an einen Subunternehmer vergeben so hat man nicht so viel gebundenes Kapital für Bagger und Lastwagen.

Pflasterarbeiten

Ohne Bildbeschreibung weil ich die in letzter Zeit häufig geklaut bekam, siehe Beschreibung unter dem Bild.

Mutterboden abtragen

Wenn der Bauplatz von den Bäumen und den Pflanzen befreit ist, die Baugenehmigung von der Behörde erteilt wurde, kann es endlich los gehen. Manchmal muss man auch von der Baubehörde verpflichtet einen Baum auf dem Bauplatz stehen lassen.

Die Erdarbeiten werden in der Regel am Anfang des Jahres ausgeführt, wenn es die Witterung zu lässt. Das heißt wenn kein Schnee liegt und der Boden nicht mehr so tief gefroren ist. Das ist bei uns im Februar oder März der Fall. Je nach Region.

Die Erdschicht mit dem Mutterboden ist etwa 40 cm mächtig. Die Planierraupe bzw. der Planierraupen-Fahrer muss dabei noch den Arbeitsraum berücksichtigen. Für den Arbeitsraum sollte man 50 bis 70 cm an beiden Seiten einplanen. Das heißt die Baugrube muss etwa 1,40 Meter breiter sein als das Gebäude.

Erdarbeiten Vorschriften: Bei den Erdarbeiten gibt es auch Vorschriften der Berufsgenossenschaften, die man einhalten sollte. Man sollte den Erdaushub, den man seitlich in Lose lagert nicht zu hoch aufhäufen.

Baugrubensicherung.

Baugrube

Dann soll man noch auf die Breite vom Arbeitsraum achten sowie den Neigungswinkel der Böschung an der Baugrube.

Diese Vorschriften müssen insbesondere die Bauträger und Architekten einhalten. Wenn man für sich privat baut, das heißt alles selber macht, braucht man diese Vorschriften nicht unbedingt einzuhalten. Mancher Bauträger verletzt diese Bauvorschriften beim Erdbau gerne aus Kostengründen.

Erdarbeiten Tipp: Achten Sie darauf, dass der Baggerfahrer, der den Baugrubenaushub macht, nicht zu tief ausbaggert. Sonst haben Sie gleich erheblich Mehrkosten. Wenn die Baugrube zu tief ausgebaggert wurde, dann braucht man für die Kelleraußenwände mehr Beton. Für die Zwischenwände mehr Kalksandsteine und einen hohen Fußbodenaufbau im Keller.

Baugrube sichern: Stellen Sie sich mal vor. Sie fahren nachts durch ein Neubaugebiet, wo es noch recht dunkel ist. Eine Baugrube ist bis oben hin mit Regenwasser gefüllt. Nicht auszudenken was da alles passieren kann. Wo wir schon bei dem Thema sind sollte man sich über die sogenannte Bauwesen-Versicherung auch noch Gedanken machen. Von der Haftpflicht mal ganz abgesehen. Links auf dem Bild mit dem Berliner Verbau erkennt man noch den Bauzaun, den braucht man auch noch.

Bauzaun Mietpreise

Sichern Sie die Baugrube ab, in dem man einen Bauzaun errichtet und diesen ausreichend in der Nacht beleuchtet (Baulampen). Das Bauschild: Eltern haften für Ihre Kinder, hat keine Bedeutung.

Hier erkennt man auf dem Bild die Konstruktion sozusagen von oben auf die Baugrubensicherung fotografiert damit man das sieht wie man die Kanthölzer zwischen den in die Erde gerammten Stahlträgern einbringt je tiefer man beim ausbaggern von dem nichtbindigen Baugrund von diesem Bauvorhaben kommt.

Baugrube sichern, Kosten: Die Kosten für eine Absicherung der Baustelle sind sehr gering, im Vergleich zu den Baukosten. Da gibt es in Deutschland eine sehr gute Firma, wo man Bundesweit Absperrungen mieten kann. Da können Sie gleich das gesamte Baugrundstück umzäunen, so billig ist das. Auch über Monate der Bauzeit hinweg.

Baugrubenverbau: Die beiden Bilder wo man die Schalung an den Baugruben erkennen kann - dabei handelt es sich um eine Sicherung vom fließenden Verkehr weil neben den Baustellen Straßen verlaufen die auch von Lastwagen während der Bauzeit befahren werden. Gerade wenn man einen sandigen Boden vor findet (Bodenuntersuchung vor Baubeginn schon bei der Planung) dann macht man das so weil sonst der Arbeitsraum auch zu groß wäre, man bräuchte einen flachen Böschungswinkel damit die Baugrube nicht zusammen rutscht. Das eine Bild wo man die Stahlträger im Boden sieht die wurden in die Erde gerammt mit dem Rammbär einem Anbau für Raupenbagger mit dem man auch Erdbohrungen machen kann.

Schnurgerüst an der Baustelle und der Baugrube aufgestellt.

Für den Berliner Baugrubenverbau - so nennt man das in der Fachsprache wurden hier zuerst Bohrungen gemacht und die Pfähle als Doppel-T-Träger in die Erde gerammt sodass man zwischen den Stahlträgern die senkrecht in der Erde stecken Kanthölzer einbauen kann die man je nach Tiefe beim aus baggern der Baugrube mit einem schweren Hammer nach füllt.

Beim Baugrubenverbau zur Sicherung der Bauarbeiten und der damit beschäftigten Arbeiter gilt es anerkannte technische Regeln zu beachten die in der VOB Teil C und der DIN 4124 geregelt sind, dies gilt insbesondere auch beim Grabenverbau der oftmals im Straßenbau benötigt wird, siehe dazu: Grabenverbau Vorschriften.

Schnurgerüst

Bevor man mit dem Aushub der Streifenfundamente beginnt braucht man noch das sogenannte Schnurgerüst. Das Schnurgerüst dient zur Aufnahme der Drähte, wo man den Senklot befestigt um die Ecken sowie die rechten Winkel für die späteren Wände ein messen kann.

Früher musste man für das Schnurgerüst noch Holzpfosten in den Boden einschlagen oder eingraben und die Baubohlen mit Nägel daran befestigen. Heute hat man es das leichter, man muss nur aufpassen nicht an das Schnurgerüst zu stoßen sonst muss man die Baustelle erneut ein messen. Wenn man sich mit dem Nivellieren auskennt ist das ja überhaupt kein Problem für einen Baufachmann.

Eine frisch ausgehobene Baugrube für Reihenhäuser.

Fundamente

Fundamente brauchen im Keller, wenn dieser später rings mit Erde befüllt ist, nicht so tief zu sein, wenn man ein Mehrfamilienhaus baut. Da reichen schon 40 bis 50 cm. Ansonsten muss man Fundamente Frostfrei Gründen. Das sind bei uns in Deutschland 80 cm.

Beim ausgraben der Fundamente hat man keinen Bagger. Dazu liegen die Streifenfundamente oft zu eng zusammen. Wir in der Baufirma haben dazu manchmal den Baukran genommen. Das musste man aber zu zweit sein. Ein Mann steuert den Kran mit dem Baggerarm daran und der andere Mann fixiert den Greifer am auszuhebenden Fundament.

Wenn die Fundamente zuvor richtig ein gemessen worden sind, haben wir in der Baufirma an den Rand der Fundamente Baudielen gelegt, damit das Streifenfundament im Profil eckig aussieht. Wenn der Boden zu locker ist, kann es leicht passieren, dass beim drauf treten Erde abrutscht. Wer will später noch eine Schalung für Fundamente machen, das kostet nur unnötig Geld.

Das ausgraben der Fundamente geht auch von Hand recht zügig. Vergessen Sie nicht die Entwässerungskanalarbeiten zu machen.

Um später das im Haushalt anfallende Abwasser abzuleiten sollte man sich Gedanken machen wo die Abwasserleitungen hin sollen.

Entwässerung und Kanalarbeiten nach den Erdarbeiten

Bagger für Erdarbeiten

Fundamente nach den Erdarbeiten Bodenpressung, Bestimmungen Bodenarten, Berechnungen der erorderlichen Fundamente.