Kamin, Planung, Vorschriften, Preise

Kamin, wann ohne Schornstein. Kaminbausatz, kommt auf die Preise vom Schornstein an. Was man beim Kamin bauen beachten muss, Vorschriften, Brandschutz, welchen Kaminofen man wo anschließen kann.

Schornstein

Offener Kamin

Bevor ich Ihnen da jetzt die besten planerischen Tipps geben kann, was man dabei beachten sollte, wenn man den Kamin plant, muss ich den Artikel kurz unterbrechen. Ich habe einen Termin bei meiner Bank. Es geht da, um eine Baufinanzierung. Wollte mir da eventuell ein gutes Objekt kaufen. Und wenn da ein Techniker das sagt, dann können Sie das glauben, dass das eine lohnende Immobilie und auch Geldanlage ist. Gehört aber zum Thema Baufinanzierung, obwohl der Bau von einem Kamin auch ganz schön teuer sein kann. Hängt ja auch davon ab, welche Kaminöfen man da anschließen will und welche Wohnfläche man beheizen muss.

Kaminofen anschließen

Das ist doch die entscheidende Frage, die jetzt im Herbst beantwortet sein will. Ich will mir einen Kaminofen kaufen und weiß nicht ob ich den bei mir in der Wohnung an den Kamin anschließen kann, so könnte da die Frage lauten, wenn man von dem Kamin absolut keine Ahnung hat.

Da ich aber Bautechniker bin, weiß ich worauf man da achten muss, wenn man einen Kaminofen am Kamin anschließen will. Da gibt es folgendes zu beachten und abzuklären, wenn man einen Kaminofen in der Wohnung haben will. Grundsätzlich gilt, der Schornsteinfeger muss sein OK geben. Man muss nicht immer einen Kamin in das Haus einbauen, wenn man eine Heizung braucht. Das gilt aber nur beim Altbau. Beim Neubau dürfen Sie kein Abgasrohr durch das Dach führen, so ist das in Deutschland geregelt.

Wie gehe ich da vor, wenn ich mir einen Kaminofen im Handel kaufen will?

1. Wohne ich in einem Mietshaus, dann genügt oft ein Blick auf das Dach und schon weiß man, ob man einen Kaminofen anschließen kann. Das hängt nämlich davon ab, ob es in dem Mietshaus einen oder mehrere Schornsteine gibt. Heute ist das doch oft so, dass das Mietshaus mit Fernwärme in Zukunft versorgt werden soll. Und da braucht man für die Heizung einfach keinen Schornstein mehr, wenn man Fernwärme bekommt.

2. Wird das Haus im Keller von einer Zentralheizung beheizt, dann muss man abklären, ob es einen zusätzlichen Schornstein gibt oder der vorhandene Schornstein ein Einzüger oder ein Zweizüger ist. Grundsätzlich gilt, da wo man die Zentralheizung am Kamin angeschlossen hat, da darf man keinen zusätzlichen Kaminofen an das Abgasrohr anschließen, wenn man den mit Holz heizen will. Das ist wegen der sauberen Verbrennung von der Heizung. Ein Kamin, der mit Gas befeuert wird, da muss das Abgasrohr frei von Unebenheiten sein. Außerdem muss man da noch bedenken, dass man beim Kaminofen auch eine Zuluft im Raum haben sollte. Beim brennen vom Kaminofen wird dem Raum Sauerstoff entzogen.

3. Es kann durchaus sein, dass man an einem zweizügigen Kamin den Kaminofen anschließen kann, sollten Sie aber mit Ihrem Vermieter abklären. Grundsätzlich gilt beim Anschluss von einem Kaminofen an den Schornstein, dass dieser vom Schornsteinfeger abgenommen werden muss. Das ist jetzt völlig egal, ob Sie in Miete oder im Eigenheim wohnen. Der Brandschutz im Haus muss gewährleistet sein. Das heißt, der Kaminofen darf mit dem Ofenrohr nicht zu nahe an hölzernen Bauteilen vorbei führen. Das gleiche gilt auch für den Schornstein.

Kaminofen

4. Wenn man den Kamin oder Schornstein beim Neubau durch die Dachhaut führt, dann haben wir da Vorschriften, wie das an den Sparren auszusehen hat, damit der Brandschutz und die Standfestigkeit von dem Kamin gewährleistet ist. Welche Regeln und Bauvorschriften das beim Kamin sind, dazu später mehr. Jetzt erst mal zu den Kosten von einem Kamin.

5. Kamin Zuluft: Ein Kamin muss nicht immer im Keller angefangen werden zu bauen. Kommt ganz darauf an, ob der Kamin mit einer Zentralen Heizung oder nur für das Brennen vom Holzofen dienen soll. Grundsätzlich gilt, je höhe ein Kamin umso besser sein Zug.

6. Kamin über Dach: Da haben wir am Bau auch Vorschriften einzuhalten, damit die Abgase frei über der Dachhaut entweichen können. Die Konstruktionshöhe von einem Kamin, die sagt in Deutschland aus: Mindestens 50 Zentimeter über den First, so hoch muss ein Kamin sein, damit da die Abgase nicht verwirbelt werden. Es könnte ja sein, dass wenn da der Kamin nicht über den First geht, die Abgase vom Wind nach unten gedrückt werden. Das würde passieren, weil bei der Strömung der Luft über den First ein ungünstigerer Luftdruck am Kaminkopf entstehen kann. Grundsätzlich gilt: je größer der Abstand der Feuerstelle zum Kaminkopf, umso besser zieht der Kamin. Die Leute, die bei der Bundeswehr waren, die müssten die Kaminwirkung doch auch kennen. Wenn man da in der Pampa nachts ein offenes Feuer machen soll, dann wird erst ein Loch in die Erde gegraben, wo man das Gatterfeuer aufschichtet, damit es auch in dem Erdloch brennt und der Feuerschein nicht schon von weitem sichtbar ist. Da kommt der Luftdruck für die Entstehung der Flammen zu Hilfe. Zeigen Sie doch mal Ihren Kumpels beim nächsten Lagerfeuer, wie schnell man das zum brennen bringen kann, die werden beeindruckt sein. Wie ein Gatter werden da die Hölzer übereinander geschichtet, dass es ähnlich wie ein Kamin ausschaut. Da brauchen Sie in Zukunft kein Schwedenfeuer mehr.

7. Offener Kamin: Beim offenen Kamin, da brauchen Sie eine Zuluft. Das alleine über die Raumluft zu regeln, dass würde ich nicht haben wollen. Beim Anzünden von dem offenen Kamin, da soll sich im Wohnraum so wenig Rauch wie mögliche entwickeln. Dazu muss der Kamin aber einen guten Zug haben. Der Physiker Harald Lesch würde das ganz lapidar erklären, zum Beispiel so: Das kenne Sie ja vielleicht aus dem Physikunterricht, p auf und p ab, der Druck, das Barometer, Hektopascal und so weiter. Im Heizkeller wo der Brenner angeschlossen wird, wenn man da eine Zentralheizung hat, da herrscht eben ein höherer Luftdruck als am Kaminhut, da wo am Schornstein auf dem Dach die Abgase raus kommen. Und wenn man da im Keller schon etwa 3 Meter Höhe vom Kamin hat, dann zieht der an der Feuerstelle im Erdgeschoss eben viel besser. Im Notfall könnte man die Zuluft für den offenen Kamin im Erdgeschoss auch einfach mit einer Öffnung in der Bodenplatte regeln, wobei da der Kamin nicht so gut zieht, wie oft gewünscht. Besser ist da mit dem Kaminbau im Keller zu beginnen.

Kamin bauen, Preise

Die Goldene Regel bei der Kalkulation von Baukosten im Hochbau, die kann man auch beim Kaminbau anwenden. Das heißt in unserem Fall, ein Kamin vom Keller bis über das Dach geführt, da setzen sich die Baukosten beim Neubau zu einem Drittel aus den Kosten für die Formsteine, das Innenrohr und den Kaminkopf und zu zwei Dritteln aus den Lohnkosten zusammen. Wenn da also ein Kamin beispielsweise als Baukastensystem an Ihrem Haus beim Kauf etwa 3000 Euro kostet, dann kann man da einfach noch den Lohn von Zwei Dritteln hinzu rechnen. Das heißt dann in unserem Fall, dass da der Kaminbau inklusive Lohnkosten etwa 9000 Euro betragen. Da lohnt sich die Überlegung, ob man sich da nicht einen Kamin kauft, den man Geschoßweise in das Haus mit einem Kran versetzt oder den Kamin mit Formsteinen selbst mauern will. Wenn man da einen Fachmann kennt, da lässt sich schon einiges an Baukosten einsparen. Ich hatte ja früher Maurer gelernt und wenn man da Kamine gemauert hat, das verlernt man einfach nicht mehr.

Wenn ein Maurer oder ein Architekt, Techniker oder sonst was, einen Kamin richtig plant, dann weiß der, dass so ein Kamin auch einiges an Eigengewicht hat. Ist das Eigengewicht von dem Kamin ziemlich hoch, dann muss man das statisch berücksichtigen. Eventuell ist da ein Fundament für den Kamin beim Neubau erforderlich. Bei einem Stahlkamin ist das was anderes. Kennen Sie ja auch, diese Kamine aus silbrig glänzendem Edelstahl, die man gerne in einem Designer Haus einbaut. Der Kamin aus Edelstahl als Abgasrohr, der ist da viel leichter als ein Kamin aus Betonformsteinen.

Einzelfundament

Sie sehen, was es beim kamin alles zu beachten gilt, wenn man da keinen Baufehler machen will. Ein Kamin darf nicht versotten. Das heißt ein Kamin darf an der Ummantelung nicht zu kalt werden. Wenn Sie da mal einen Kamin sehen, der an eine Außenwand angebaut ist, sowas würde ich keinesfalls machen. Auch dann nicht, wenn da das Innenrohr am Kamin in den Formsteinen isoliert ist. Wo unterschiedliche Temperaturen an den Bauteilen am Haus entstehen, da bildet sich Schwitzwasser. Der Kamin würde feucht werden und dementsprechend nicht mehr richtig ziehen.

Kaminbausatz