Hausbau Planung, Preise bzw Kosten für den Architekten

Hausbau Planung bevor es an die Hausbau Grundrisse zu planen geht. Planungsabläufe, Nachweise der Wärmeverluste, Entwurf vor der Beauftragung des AG, Sanitäre Gegenstände und Entwässerung, Möblieren, Lösungen laut Raumvorgabe und Berechnungen der baulichen Nutzung bevor man dazu übergeht sich Gedanken über den Hausanschluss machen kann.

Hausanschlussraum planen

Hausbau Planung heißt:

Dem Auftraggeber durch Skizzen 1:100 oder 1:200 die Lösung seiner Bauvorgaben oder Ideen darzustellen.

Dem Auftraggeber mit dem Entwurf 1:100 und eventuell einem Modell die Lösung konkret darzustellen, mit allen notwendigen Einzelheiten wie Treppen, Fenster, Türen, Einrichtungen und die äußere Gestaltung. Nach Bestätigung dieses Entwurfes durch den Ag erfolgt die Baueingabe im Maßstab M 1 : 100, bestehend aus allen Grundrissen, Schnitten und Ansichten.

Die Grundrisse enthalten Größe des Gesamtgebäudes, Mauerwerksstärken und Lichtmaße der Räume, Treppen, Fenster und Türen, Zweckbestimmung der Räume (Küche, Wohnen, Büro und so fort) enthalten eingezeichnete Sanitäreinrichtungen und Angaben der Flächengrößen.

Im öffentlichen Wohnungsbau ist jedoch der Nachweis der Benutzbarkeit zu führen (Möbellierung). Hinzu kommen als Zeichnungen Lageplan 1 : 500 mit eingezeichneten Gebäuden, eventuell Höhenschnittplan des Geländes mit der Darstellung des Gebäudes, die Darstellung der Nachbargebäude sowie das Entwässerungsgesuch, wozu ich nachher noch näher eingehen werde, hinsichtlich der Berechnung für die Entwässerungsleitungen usw.

Die beim Hausbau beteiligten Personen müssen versichert sein.

Bauversicherung

Weitere Hausbau Planungsrichtlinien sind: Berechnungen der baulichen Nutzung, der Grund- und Geschossflächenzahl, der Wohn- und Nutzflächen des umbauten Raumes oder der Baumasse.

Auf vorgedruckten Formularen sind grundsätzliche Angaben über die Bauweise, Konstruktionsart und geplante Baustoffe zu machen. Weiterhin gehört zur Baueingabe der Nachweis der Standfestigkeit (Statik, Konstruktions- und Bewehrungspläne). Bei gewerblichen Objekten können noch weitere Angaben zum Beispiel Fertigungsmethoden, Hilfsmittel, Grundstoffe sowie Anzahl der Beschäftigten verlangt werden.

Nach Genehmigung und Prüfung der Statik werden die Ausführungszeichnungen auch Werkpläne genannt, angefertigt.

Hausbau Planung Grundrisse | Hausbau Bebauungsplan

Hausbau und Kosten der Planung

Auch die Planung vom Hausbau verursacht Kosten. Die Planung für den Hausbau müssen von befähigten Personen ausgeführt werden damit ein Bauvorhaben auch zum gewünschten Erfolg führt was die Architekten oder Ingenieure sowie Techniker gewährleisten indem man sich vor der Bauausführung die nötigen Gedanken macht. Die Kosten für die Planung beim Hausbau sind in Teilleistungen erfasst die in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure geregelt sind.

Bei den Entgelten der Architekten und Ingenieure spricht man in der Regel vom Honorar für die planerische Leistungen die auch in Teilleistungen erbracht werden können so wie die von Auftragnehmer (Architekt) und Auftraggeber (Bauherr) in einem schriftlichen Vertrag über das Honorar vereinbart wurden. Damit aber nicht jeder aufs gerade Wohl Preise für die Planungen verlangen kann was er will wurde eine Verordnung geschaffen wo man festgelegt hat um welchen Schwierigkeitsgrad sich bei den jeweiligen Bauwerken handelt. Demnach sind die Mindest- und Höchstsätze bei den Grundleistungen der Honorare geregelt wonach sich das Entgelt (Architektenhonorar) richtet. Zu erbringende Teilleistungen der Architekten und Ingenieure bei der Planung die nicht in den Grundleistungen erfasst sind, zum Beispiel bei einer Planungsänderung während des Bauablaufes müssen gesondert vereinbart und in einem Vertrag festgehalten werden. Im Groben gesagt entspricht das Honorar für die Architekten und Ingenieure in etwa 10 Prozent der Bausumme (ohne Grundstückskosten) für alle zu erbringenden Teilleistungen die ich nachher noch aufführen werde wie sich da die Einzelkosten aufteilen die in den Honorartafeln fixiert sind. Es können aber auch Stundensätze berechnet werden die aber auch vor der Ausführung der Planung schriftlich in dem Vertrag festgehalten sein sollten. Die Stundensätze für die Planungen von Mitarbeitern in einem Architekturbüro wie zum Beispiel von einem Techniker liegen etwa zwischen 40 - 70 Euro, bei ein einem Ingenieur oder Architekt zwischen etwa 70 - je nach Schwierigkeitsgrad und Vertrag, damit Sie als Bauherr da einen Anhaltspunkt haben wenn Sie die Planung nach Stundensätzen abrechnen wollen, was ich aber nicht anstreben würde als Auftraggeber (Bauherr). Eine der Teilleistungen ist zum Beispiel die Statik die ein Architekt von einem Statiker berechnen lässt und die Leistung somit an ein Ingenieurbüro vergibt indem der schriftlich beauftragt wird. So in etwa kann man sich das mit den Teilleistungen vorstellen:

Es wird in fünf Honorarzonen unterschieden je nach Leistungen bei Gebäuden!

  • Honorarzone I (Gebäude mit sehr wenigen Anforderungen an die Planung z.B. Feldscheune oder Baracke)
  • Honorarzone II (Gebäude mit geringen Planungungsanforderungen z. B. Werkstätte oder Parkhaus)
  • Honorarzone III (Gebäude mit durchschnittlichen Anforderungen an die Planung z.B. Wohnhaus oder Kindergarten)
  • Honorarzone IV (Gebäude mit überdurchschnittlichen Anforderungen an die Planung z.B. Wohnhaus-Hausgruppe oder Universitäten)
  • Honorarzone V (Gebäude mit sehr hohen Anforderungen an die Planung z.B. Krankenhaus oder Theater)

Beim Wohnhausbau kann man die Honorarzone 3 zum Ansatz bringen! In der Honorarzone V war ich in meinem beruflichen Werdegang auch schon früh bei der Planung im Team beteiligt.

Berechnungsbeispiele der Planungskosten laut Honorartafel:

  • Honorarzone I z.B. Baukosten 50.000€ = 3500 - 4500€ Honorar für die Planung einer Feldscheune oder Baracke
  • Honorarzone II z.B. Baukosten 300.000€ = 26.000 - 32.000€ Honorar für die Planung einer Werkstätte oder Parkhaus
  • Honorarzone III z.B. Baukosten 600.000€ = 58.000 - 71.000€ Honorar für die Planung von dem Wohnhaus oder Kindergarten
  • Honorarzone IV z.B. Baukosten 2.000.000€ = 190.000 - 215.000€ Honorar für die Planung einer Wohnhaus-Hausgruppe oder Universitäten
  • Honorarzone V z.B. Baukosten 10.000.000€ = 900.000 - 1 Million€ Honorar für die Planung vom Krankenhaus oder Theater

Hausbau Planung Teil- und Grundleistungen

Anhand von einem Beispiel der Honorarzone 3, also dem Wohnhausbau zeige ich mal wie sich die Kosten für die Planung unterteilen und zum Ansatz gebracht werden können (Angaben ohne Gewähr). Die Bausumme beträgt 600.000€ - Honorar laut Honorartafel und vereinbartem Vertrag = 60.000€ so wird für folgende Teilleistungen zum Ansatz gebracht:

  • Grundlagenermittlung: klären der Aufgabenstellung, Beraten, Formulieren und zusammen fassen = 3 Prozent von 60.000€ = 1.800 Euro Honorar
  • Vorplanung: Erarbeitung von Lösungen der Planungsaufgabe und Vorverhandlungen mit Behörden = 7 Prozent von 60.000€ = 4.200 Euro Honorar
  • Entwurfsplanung: Lösungen der Planungsaufgabe = 11 Prozent von 60.000€ = 6.600 Euro Honorar
  • Genehmigungsplanung: Verhandlungen mit Behörden und Pläne 1:100 = 6 Prozent von 60.000€ = 3.600 Euro Honorar
  • Ausführungsplanung: Werkpläne 1:50 und Bauleitplanung = 25 Prozent von 60.000€ = 15.000 Euro Honorar
  • Vorbereitung der Vergabe: Massenermittlungen, Ausschreibungen und Vergabe = 10 Prozent von 60.000€ = 6.000 Euro Honorar
  • Auftragsvergabe: Ermittlung der Baukosten = 4 Prozent von 60.000€ = 2.400 Euro Honorar
  • Bauüberwachung: überwachen der Bauausführungen = 31 Prozent von 60.000€ = 18.600 Euro Honorar
  • Objektbetreuung: Mängelbeseitigung und Dokumentation = 3 Prozent von 60.000€ = 1800 Euro Honorar

Bei Freianlagen (Gartengestaltung) gelten natürlich andere Honorare als beim Wohnhausbau und auch in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI geregelt. Da ich auch schon bei einem Bauträger als alleiniger Mitarbeiter gearbeitet habe konnte ich alle Teilleistungen erbringen, bekam dafür aber nur ein Gehalt eines Angestellten. Als Angestellter im Bauhauptgewerbe wo man in der Regel gewerkschaftlich vertreten ist bekommt ein Hochbautechniker in etwa 36.000 Euro Brutto Gehalt pro Jahr, kommt aber auch ganz darauf an wie lange man schon als Techniker arbeitet.