Grabenverbau beim Straßenbau, Vorschriften, Sicherheitshinweise

Im Straßenbau und generell im Tiefbau werden oftmals wegen der Verlegung neuer Ver-, und Entsorgungsleitungen mit Gas oder Trink-, sowie Abwasser, Baugräben oder Baugruben benötigt die abgesichert werden müssen um Verschüttungen von den daran beteiligten Arbeitern abzuwenden, dabei gibt es folgende Vorschriften einzuhalten:

Grabenverbau Vorschriften

Baugräben im Straßenbau müssen so hergestellt werden das diese nicht einstürzen können das gilt insbesondere ab einer bestimmten Tiefe und Breite der Baugruben oder einem Baugraben indem womöglich schon vorhandene Leitungen liegen weshalb man schon bei der Arbeitsvorbereitung seitens der Bauleitung darauf zu achten hat dieses im Vorfeld abzuklären bevor man überhaupt mit den Arbeiten beginnen sollte. Als erstes muss man an den Baustellen abklären um welche Bodenart es sich bei der Baumaßnahme hinsichtlich der Baugrube überhaupt handelt - davon hängt nämlich ab ob man einen Baugrubenverbau benötigt und ab welcher Aushubtiefe dieser unbedingt erforderlich ist.

Ohne eine Absicherung der Baugrube kann es auch gehen wenn diese nicht so tief ausgehoben werden muss, man spricht in der Regel davon das Baugruben ab einer Tiefe von etwa 80 Zentimeter unbedingt einen Verbau benötigen und eine Bautreppe oder Leiter damit die Arbeiter diese auch betreten können ohne sich dabei zu verletzen. Stellen Sie sich das doch mal bildlich vor, Sie als ausführende Baufirma die die Baugrube herstellen muss - wenn da am nächsten Arbeitstag Sie an die Baustelle hin kommen und die Baugrube wegen einem zu starken Regen der in der Nacht herrschte Teile des Erdaushubes in der Bausohle der Baugrube liegen weil diese nicht gegen Einsturz abgesichert war. Der Baugraben kann auch durch Erschütterungen von daran vorbei fahrenden Autos oder Lastwagen verschüttet werden wenn man den Baugraben nicht entsprechend abgesichert hat. Einen Bauzaun oder eine verkehrssichernde Maßnahme ist wieder ein anderes Thema das man aber nicht außer acht lassen kann. Bindige Böden einer Baugrube braucht man nicht soi stark abzusichern wie sandige Böden die leicht ins rutschen geraten können.

Grabenverbau Ausführung, Vorschriften nach DIN 4124.

Folgende Geschichte welche in Deutschland undenkbar wäre hinsichtlich eines Grabens für die Elektroleitungen neben einer Straße die während der Bauzeit stark befahren wird, es war beim Indien Urlaub: in Indien ist das ja häufig der Fall das nicht die Männer im Straßenbau beschäftigt sind sondern eher die Frauen um das mal vorweg zu sagen was für uns Deutschen alleine schon undenkbar erscheint und die erste Kuriosität für mich bedeutete. Bei der Reise durch Indien nimmt man wegen den Reisekosten auch mal eine Fahrt in einem öffentlichen Bus in kauf was ich auch gemacht hatte. Plötzlich fuhr der Bus ganz langsam und als ich aus dem Fenster blickte sah ich auch den Grund dafür es war wegen einer Baustelle neben der Verkehrstraße wo Arbeiterinnen geradewegs dabei waren mit Schaufeln einen Graben herzustellen. Diese befahrene Straße war nicht sonderlich breit sodass beim Gegenverkehr der Busfahrer bis an den Rand des Baugrabens fahren musste damit die anderen Autos an uns vorbei fahren konnten. Die indischen Arbeiterinnen blieben einfach in dem Baugraben stehen als der Bus mit seinen großen Reifen bis an die Bruchkante von dem Baugraben heran fahren musste. Man kann nur von Glück reden das die Baugrube unter der Last von dem Reisebus nicht eingebrochen ist. Aus diesem Grund gelten bei uns in Deutschland die Vorschriften bei einem Grabenverbau das man mit schweren Fahrzeugen die neben einem Graben vorbei fahren einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten müssen, dieser Sicherheitsabstand zum Grabenverbau muss von der Bauleitung vorher festgelegt und abgesichert werden, das gilt je nachdem um welche Belastungen es sich dabi handeln wird sowie der Bodenart ob ein bindiger Boden vorhanden ist oder nicht. Diese Baugraben in Indien war ja nur knapp 40 Zentimeter tief aber die Seitenwände senkrecht nach unten ausgehoben, in Deutschland müsste der Graben zumindest angeböscht und mittels einer Absperrung abgesichert sein sodass die Fahrzeuge erst garnicht so nah an den Baugraben heran fahren können.

Bevor man überhaupt mit einen Grabenverbau beginnt muss man erst mal abklären ob und gegebenenfalls ab welcher Baugrubentiefe mit bereits vorhandenen Leitungen zu rechnen ist die bereits vorher verlegt und eventuell eingebaut wurden, diese sollte man nämlich nicht beschädigen weil es sonst zu einer Störung des Bauablaufes kommen kann was soweit führen kann das zum Beispiel Gas aus den beschädigten Leitungen austreten und zu einem Brand führen könnte ganz zu schweigen davon das die Haushalte die an diese Leitungen angeschlossen sind ohne Zufuhr von Wärmeenergie auskommen müssten, das gleiche gilt natürlich auch hinsichtlich des Trinkwassers die die Häuser die an dieser Straße liegen. Schon beim ausheben einer Baugrube mit einem Bagger hat deshalb ein Arbeiter darauf zu achten das beim ausschachten mit dem Baggerlöffel keine vorhandenen Leitungen beschädigt werden können, er steht mit einer Schaufel bewaffnet daneben und greift falls erforderlich ein wenn sich Leitungen zeigen sollten um diese dann freizulegen bevor mit dem Bagger weiter gearbeitet werden kann. Für solche Arbeiten wo man genau weiß das in dem Graben schon Leitungen liegen könnten gibt es bei uns in Deutschland ganz spezielle Bagger wo vorhandene Leitungen beim Erdaushub erst gar nicht beschädigt werden können, dazu als Beispiel ein kleines Video von einem Grabenaushub mit einem Saugbagger.

Grabenaushub, Baugruben und Gräben, Sicherheitshinweise Verkehrssicherung.